Inklusionsmodell Übergang Schule - Erwachsenenleben
Schon im "careNETZ-Ansatz" des alten Projektes haben wir unsere Aufmerksamkeit auf die Übergänge in den Biografien von Menschen mit Untestützungsbedarfen gelenkt. In den Phasen der Übergänge, zum Beispiel beim Schuleintritt, beim Berufseinstieg oder beim Auszug aus der elterlichen Wohnung, steigt für Menschen mit Behinderungen die Wahrscheinlichkeit der Besonderung ihrer Lebensumstände.
Statt inklusiv in einer allgemein bildenden Schule unterrichtet zu werden, besuchen der weit überwiegende Teil der Menschen mit einer geistigen Behinderung (86%) ein Förderzentrum mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung (vormals Schule G). Statt auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt tätig zu sein, kommt bislang meist nur eine Beschäftigung in einer Werkstatt in Betracht. Und statt alleine oder mit anderen gemeinsam eigenständig zu wohnen, leben die meisten Menschen mit Behinderungen in einer voll- oder stationären Heimeinrichtung.
Mit der Leitidee Inklusion und den Zielen, auf die sich dieses Modellprojekt bezieht, sollen zumindest für eine hier im Mittelpunkt stehende Personengruppe diese "Normalität" infrage gestellt und ein Beitrag geleistet werden, dass es in allen Lebensbereichen (für alle) normal wird, verschieden zu sein.
Wir führen das Projekt mit starken Partnern, vier Integrationsfachdiensten, 12 Förderzentren mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung und einer Gesamtschule mit integrativ unterrichteten Schülerinnen und Schülern, durch. Die Projekterprobung erfolgt in fünf Kreisen und zwei kreisfreien Städten.
Das Projekt unterteilt sich in vier Phasen. Die beiden ersten Phasen, Entscheidung für die Projektteilnahme und die berufliche Orientierung, finden in der Schulzeit statt, die Phasen drei (betrieblicher Berufsbildungsbereich) und vier (Persönliches Budget für Arbeit) beginnen erst im Anschluss an die Schulzeit.

