Thematische Schwerpunkte

Von Beginn an haben wir versucht, darauf einzuwirken, dass sich für Budgetnehmende zusätzliche Spielräume ergeben. Das Persönliche Budget hebt sich von der Sachleistung insbesondere dann positiv ab, wenn Menschen mit Behinderungen damit direkten und gestalterischen Einfluss auf die Leistungen, die sie erhalten, nehmen können. Nach ca. einem Jahr wurde deutlich, dass eine Budgetbemessung, die auf einer Bedarfsfeststellung beruht, die alles haarklein vorwegnimmt, dem Grundgedanken des Persönlichen Budgets widerspricht. Wenn alles vorbestimmt ist, entstehen weder Spielräume noch werden Impulse für die Entwicklung neuer Offener Hilfen gesetzt. Wir steuerten um, indem wir Budgetpauschalen entwickelten. Als zweiter Schwerpunkt ist die Meisterung von Übergängen in selbst bestimmte und selbst gewählte Lebensformen zu nennen. Zum einen fördern wir nicht nur die Entwicklung offener Angebote, sondern begleiten Initiativen, die Menschen dabei unterstützen, nach den eigenen Vorstellungen allein oder mit anderen zu leben und zu wohnen. Zum anderen fördern wir den Ansatz, dass Menschen mit Hilfe des Persönlichen Budgets bereits im stationären Wohnen unmittelbarer Einfluss auf die Leistungserbringung nehmen können – z.B., um einen Wechsel in eine eigenständigere Lebens- und Wohnform ohne zeitlichen Druck von langer Hand zu planen. Und schließlich richteten wir unsere Aufmerksamkeit mehr und mehr auf das Thema Persönliches Budget & Arbeit. Die vielen Stolpersteine zu Beginn, sind zumindest teilweise zur Seite geräumt. Sie gehören mehr oder weniger dazu, beim gemeinsamen Lernen aller Beteiligten.

